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45.000 Ausländer aus Kambodscha abgeschoben in sechs Monaten

Ein historischer Rekord: Mehr Abschiebungen im ersten Halbjahr 2026 als im gesamten vorherigen Jahrzehnt, davon 16.000 Personen im Zusammenhang mit Online-Betrugszentren.

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Aktualisiert am 2026-07-15 5 Min

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Kurz gefasst

  • 45.000 Ausländer im ersten Halbjahr 2026 aus Kambodscha abgeschoben – mehr als im gesamten vorherigen Jahrzehnt.
  • 16.000 Personen standen in direktem Zusammenhang mit von der Polizei zerschlagenen Online-Betrugszentren.
  • Die Behörden verschärfen die Einwanderungskontrollen, was alle Expats betrifft, auch solche mit legalem Status.
  • Gastgeber müssen nun unter Androhung von Sanktionen jeden Ausländer melden.
45.000+
Abschiebungen gesamt
Januar – Juni 2026
Zeitraum
Ganz Kambodscha
Ort(e)
Phnom Penh Post
Quelle

Wichtige Fakten auf einen Blick

  • 45.000+ Abschiebungen. Mehr Ausländer in sechs Monaten abgeschoben als im gesamten vorherigen Jahrzehnt.
  • 16.000 im Zusammenhang mit Betrug. Davon 16.000 direkt in Online-Betrugszentren verwickelt.
  • Landesweite Operation. Massive Kampagne zur Zerschlagung krimineller Netzwerke unter Führung der Nationalpolizei.
  • Dauerhaftes Wiedereinreiseverbot. Jeder in diesem Zusammenhang Abgeschobene erhält lebenslanges Einreiseverbot nach Kambodscha.
  • Verschärfte Kontrollen. Behörden gehen auch gegen illegale Einreisen und nicht gemeldete Unterkünfte vor.

Wie es dazu kam

Die Kampagne zur Ausrottung der Betrugszentren hat sich seit Anfang 2026 mit koordinierten Einsätzen im ganzen Land intensiviert.

  1. Januar 2026: Start der nationalen Kampagne gegen Cyberbetrug. Behörden bieten betroffenen Ausländern ein freiwilliges Ausreisefenster an.
  2. Februar – März 2026: Zerschlagung mehrerer Betrugszentren, hauptsächlich in Phnom Penh, Sihanoukville und Poipet. Tausende Verdächtige fliehen, bleiben aber in Kambodscha.
  3. April 2026: Beginn der Razzien. Polizei verhaftet Flüchtige und bringt sie in Abschiebehaftzentren.
  4. Mai 2026: Zahl der Abschiebungen übersteigt bereits die des gesamten vorherigen Jahrzehnts. Logistische Probleme: Fehlen von Ausweisdokumenten bei vielen Häftlingen.
  5. Juni 2026: Der Generaldirektor für Einwanderung gibt die Zahl von 45.000 Abschiebungen bekannt. Die Kampagne wird fortgesetzt.
  6. Juli 2026: Verstärkte Grenzkontrollen und Meldepflicht für Gastgeber, jeden Ausländer zu melden.

Aufschlüsselung

Die Abschiebungen betreffen hauptsächlich Ausländer, die in illegale Aktivitäten verwickelt sind, aber die Kontrollen werden auf alle Expats ausgeweitet.

SegmentAnzahlDetails
Insgesamt Abgeschobene45.000+Festgenommene und zwangsweise abgeschobene Ausländer (ohne freiwillige Ausreisen)
In Online-Betrug verwickelt16.000Verdächtige, die in zerschlagenen Betrugszentren festgenommen wurden
Flüchtige aus zerschlagenen Zentren29.000+Personen, die aus Zentren flohen und später festgenommen wurden
Illegale EinreisenNicht quantifiziertGrenzübertritte über informelle Wege, von Behörden ins Visier genommen
Nicht konforme UnterkünfteNicht quantifiziertBesitzer, die ihre ausländischen Gäste nicht meldeten

Was das für Siem Reap bedeutet

  • Verstärkte Identitätskontrollen an öffentlichen Orten und in Touristenunterkünften.
  • Meldepflicht für Hotels, Pensionen und Vermieter, jeden Ausländer zu melden, bei Strafe von Geldbußen oder Schließung.
  • Strengere Visakontrollen bei Ausreise: Jeder Visumsverstoß kann zu einem Einreiseverbot führen.
  • Schließung einiger Bars und Restaurants, die Ausländer ohne Arbeitserlaubnis beschäftigen.
  • Verstärkte Polizeistreifen in der Nähe von Gegenden, die von Expats frequentiert werden.

Wie Sie Ärger vermeiden

  1. Überprüfen Sie Ihr Visum: Stellen Sie sicher, dass Ihr Visum gültig ist und Sie nicht überziehen. Verlängerungen müssen rechtzeitig erfolgen.
  2. Melden Sie Ihre Unterkunft: Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus mieten, überprüfen Sie, ob Ihr Vermieter Ihre Anwesenheit bei den Behörden gemeldet hat.
  3. Dokumente bei sich tragen: Führen Sie stets eine Kopie Ihres Reisepasses, Visums und ggf. der Arbeitserlaubnis mit sich.
  4. Meiden Sie sensible Bereiche: Halten Sie sich von Orten fern, die für illegale Aktivitäten bekannt sind (Casinos, bestimmte Bars).
  5. Respektieren Sie das Gesetz: Arbeiten Sie nicht ohne Arbeitserlaubnis, konsumieren Sie keine Drogen und vermeiden Sie riskantes Verhalten.
  6. Folgen Sie offiziellen Ankündigungen: Prüfen Sie regelmäßig Mitteilungen Ihrer Botschaft und des kambodschanischen Innenministeriums.
  7. Bei Unsicherheit: Kontaktieren Sie einen Einwanderungsanwalt oder Ihre Botschaft für persönliche Beratung.

Häufige Fragen

Betreffen die Abschiebungen nur Personen, die in Betrug verwickelt sind?
Nein, obwohl 16.000 Abgeschobene direkt mit Betrugszentren in Verbindung stehen, umfasst die Gesamtzahl von 45.000 auch Personen, die wegen anderer Straftaten oder in irregulären Situationen festgenommen wurden. Die Kontrollen werden für alle Ausländer verschärft.
Was riskiert ein Expat mit legalem Status in Siem Reap?
Im Prinzip nichts, wenn alle Dokumente in Ordnung sind. Allerdings kann es zu häufigeren Identitätskontrollen kommen. Es wird empfohlen, stets eine Kopie des Reisepasses und Visums mitzuführen.
Sind freiwillige Ausreisen noch möglich?
Das zu Jahresbeginn angebotene Fenster für freiwillige Ausreisen ist nun geschlossen. Ausländer in irregulären Situationen riskieren nun Festnahme und Abschiebung mit Einreiseverbot.
Wie kann ich erfahren, ob meine Unterkunft meine Anwesenheit gemeldet hat?
Fragen Sie Ihren Vermieter oder den Hotelrezeptionisten nach einer Meldebestätigung. Im Zweifel können Sie das örtliche Einwanderungsbüro kontaktieren.
Was soll ich tun, wenn ich bei einer Kontrolle festgenommen werde?
Bleiben Sie ruhig, zeigen Sie Ihre Dokumente und bitten Sie darum, Ihre Botschaft kontaktieren zu dürfen. Unterschreiben Sie kein Dokument, ohne die Sprache zu verstehen. Halten Sie nach Möglichkeit die Kontaktdaten eines Anwalts bereit.

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Veröffentlicht von

Siem Reap Hub

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